Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Öffentliches Forum für Fragen rund um die Gesundheit der Hufe Ihrer Pferde
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Liebe Profis,

Meine 28-jährige Hafistute (chronisch Hufrehe und Cushing, Cushing wurde nach/während des 1. Schubes diagnostiziert) hat seit Neujahr einen erneuten Schub, von dem sie sich nicht erholt. Anfänglich wurde sie mit Melosis behandelt. Das rührte garnicht an. Danach Flunidol 1x täglich. Damit kann sie gut laufen. Das Problem ist, dass sie es aber nicht ohne das Schmerzmittel kann. Die Tierärztin hat heute Blut abgenommen, um den ACTH Wert zu kontrollieren und ggfs. die Peroquin Tabletten von 3/4 auf 1 Tablette zu erhöhen. Sie meinte, das wäre die letzte Chance, da sie nicht „ewig“ Schmerzmittel bekommen kann. Das ist für mich schon nachvollziehbar. Jedoch möchte ich nicht einfach so aufgeben. Eine weitere Herausforderung ist die Hufbearbeitung. Die Stute geht schon immer Barhuf. Bearbeitet wird sie von einer Hufpflegerin (NHC). Nun hat eine Freundin von mir mich darauf aufmerksam gemacht, dass doch die Zehen meiner Stute viel zu kurz seien. Dies sei bei ihrem Rehe Pferd auch gewesen und es kam nicht mehr aus der Rehe raus. Als sie zu einer Huforthopädin gewechselt hatte, wurde der Huf (äußerlich) deformierter, jedoch konnte ihr Pony besser laufen.
Im Moment habe ich meine Hafistute nicht bearbeiten lassen, da ich nun zwischen der gemachten Erfahrung meiner Freundin mit ihrem Pony und der klaren Ansage der Tierärztin stehe. Auch sieht diese Tierärztin es klar so, wenn nicht die Zehe gekürzt wird, kann sich keine Besserung einstellen, da der Zug und Hebel zu groß seien.
Meine finanzielle Situation lässt es nicht zu viele unterschiedliche Experten kommen zu lassen, damit ich mir am Ende ein Bild machen kann bzw. eine „gute“ Entscheidung treffen kann. Auch fühle ich mich unter Druck, da wenn ich die Zehen nicht kürzen lasse, die Tierärztin die Behandlung mit Schmerzmittel abbricht.
Aber vielleicht ist es doch einfach das Ende und ich muss mich damit abfinden und meine Stute gehen lassen…
Dateianhänge
451d0de5-112f-4afd-9603-66a871d34810.jpeg
451d0de5-112f-4afd-9603-66a871d34810.jpeg
9554c548-ef1e-4adf-a665-4ceb14f00657.jpeg
9554c548-ef1e-4adf-a665-4ceb14f00657.jpeg
Britta Diedrich
Beiträge: 15
Registriert: 03.08.2020, 21:02

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Britta Diedrich »

Liebe Veronika,

Als allererstes möchte ich Sie bitten, für sich selbst den Druck herauszunehmen. Sie brauchen einen klaren Kopf, um nun weise zu entscheiden. Weiterhin möchte ich Sie bestärken, dass Sie weder Unsummen an Geld ausgeben noch viele verschiedene Experten zu Rate ziehen müssen. Sie sind bereits hier bei der DHG gut aufgehoben. Wir haben umfangreiche und gute Ausbildung bei dem Thema und alle unsere Mitglieder gemeinsam viel, viel Erfahrung, die wir Ihnen zur Hilfe anbieten. Werden Sie mit unserer Hilfe kompetent, so daß Sie für Ihr Pferd entscheiden können.

Nachdem Sie meine Antwort hier gelesen haben, möchte ich Sie bitten, sich die Informationen auf unserer Homepage durchzulesen und Videos anzuschauen. Es ist für unerfahrene Personen viel zu lernen. Schauen Sie die Videos mehrmals und lesen Sie mehrmals.
Kommen Sie mit Fragen hierzu gerne ins Forum zurück.

Hier finden Sie alles an Material, was wir zum Thema Hufrehe bereitstellen.
https://www.dhgev.de/hufthemen/hufrehe

Ich möchte Ihnen den Einstieg in dieses umfangreiche Thema etwas strukturieren.
Beginnen Sie in dieser Reihenfolge:
  • Lesen Sie die Erste Hilfe-Maßnahmen durch und setzten Sie auch jetzt noch für Ihr Pferd möglichst viel davon um! Einzig Punkt Nummer 1 entfällt nun, da Sie mit Ihren Fachleuten vor Ort bislang nicht weitergekommen sind. Dafür sind Sie aber nun hier gut aufgehoben.
    Suchen Sie bitte die Möglichkeit, Ihr Pferd von einem fortgebildeten Hufbearbeiter der DHG bearbeiten zu lassen.
    Daneben ist Punkt 4. dringend umzusetzen. Falls Ihr Pferd sich unter den aktuell verabreichten Schmerzmitteln (zu) viel bewegt, kann auch dies zur Erhaltung der Rehe beitragen. Erhalten Sie die Schmerzmittel noch etwas länger, aber schaffen Sie Ruhe! Schauen Sie dann, ob unter Ruhe und Schmerzmitteln, das Pferd besser wird. Damit meine ich, ob es zufriedener aussieht, evtl. wieder besser frisst, falls es im Moment eher unlustig erscheinen sollte. Läuft es, wenn es kurz geführt wird, etwas besser? Auch Schmerzen können reherhaltend sein. Setzen Sie die Schmerzmittel ab, wenn die Ruhe hergestellt ist. Falls Ihr Pferd keine Isolation toleriert, versuchen Sie einen ruhigen Artgenossen in die Nähe zu stellen oder die Pferde zu zweit in einen kleinen Paddock mit weichem Boden zu stellen. Stress kann ebenfalls reheerhaltend sein.
    Überlegen Sie, was Ihrem Pferd mehr Ruhe, als im Moment gegeben, bringen kann und stellen Sie dies her.
    Reduzieren und Überprüfen Sie ggf. das Futter. Kein Gras, kein Kraftfutter, keine Zusatzfuttermittel, nur zuckerarmes Heu oder wenn zuckerarmes Heu nicht möglich ist, Strohfütterung.

    Schauen Sie dann, welche alternativen Maßnahmen, sie ergreifen können (Blutegel, Lasertherapie?).
  • Meiner Erfahrung nach gelingt der Einstieg in das Thema am leichtesten mit den Videos von Frau Rasch von der 11. Huftagung:
    Schauen Sie die Videos Teile 1-4 „Das Potential des Barhufes bei der Sanierung von Hufreheschäden (Dr. Konstanze Rasch)“
    https://www.dhgev.de/hufthemen/hufrehe/ ... eden#c2932
  • Lassen Sie uns danach ggf. hier im Forum weitersprechen.
    Heben Sie sich die restlichen Informationen für einen späteren Zeitpunkt auf. Sonst brummt der Kopf und die Übersicht, die wir hier versuchen herzustellen, geht verloren.
Nun zu Ihren Angaben in Ihrem Beitrag.

Bitte senden Sie neben den Röntgenbildern ebenfalls Fotos der Hufe wie in der Anleitung beschrieben.
https://www.dhgev.de/huffoto-anleitung
Ohne Fotos kann ich keine Aussage zum Zustand der Hornkapsel und einer etwaigig zu kurzer Zehe machen. Bitte senden Sie auch ein Foto des ganzen Pferdes von der Seite.

Was anhand der Röntgenbilder jedoch schon ersichtlich wird, ist eine Veränderung am Hufbein.
Diese Veränderung an der Hufbeinspitze rührt vermutlich von der chronischen Rehe und einer über Jahre andauernden Überlastung des Hufbeinträgers her. Diese Veränderung ist nicht mehr umzukehren.
Sie werden auf beiden Röntgenbildern am unteren, vorderen Ende des Hufbeins in der Zehe eine kleine Ausziehung erkennen, die wie eine Hutkrempe nach oben geschwungen ist.
Da die Hornkapsel entlang des Hufbeins wächst und somit auch die Form des Hufbeins abbildet, wird auch die Zehe ihres Pferdes so wachsen. Die Form des Knochens bedingt die Form der Hornkapsel. Diese Form mag optisch unschön empfunden werden, ist aber die einzige Form, die dem Pferd eine brauchbare Funktion - gutes Laufvermögen - ermöglicht.
Dies ist zu akzeptieren und in der Hufbearbeitung zu berücksichtigen!
Ein Rundraspeln oder ein starkes Kürzen der Zehe, verändert nur die Optik und ergibt für das Pferd keinerlei Funktionsgewinn und ist daher zu unterlassen!

Daher ist es denkbar, dass allein die bisherige Bearbeitung die Rehe erhält, da das Kürzen der Zehe, den Hufbeinträger weiter stresst. (Schauen sie die oben genannten Videos.)

Die chronische Erkrankung Ihres Pferdes stellt vermutlich die grundlegende Problematik dar. Diese können Sie nicht abstellen. Jedoch können Sie ein gutes Management aufbauen. Sprich Fütterungsbedingungen anpassen, Bewegung/Training anpassen (wenn die aktuelle Rehe überstanden ist und ja, auch und gerade bei einem alten Pferd!) und nicht zu letzt die Hufbearbeitung auf die Rehefüße anpassen. Dafür empfehle ich Ihnen nochmal einen Huforthopäden der DHG oder den Bearbeiter Ihrer Freundin.
Vielleicht finden Sie in unserer Liste einen Huforthopäden in Ihrer Nähe.
https://www.dhgev.de/huforthopaeden

Wenn Sie sich um das Thema Cushing , was heutzutage beim Pferd als PPID bezeichnet wird, und dem Zusammenhang mit der Rehe weiter belesen wollen, empfehle ich Ihnen dieses Buch: https://www.dhgev.de/fachbuecher/diagnose-hufrehe
Darüber hinaus würde ich bei Bedarf, noch eine Kollegin bitten, Sie beim Managemant des PPIDs hier im Forum zu unterstützen, da sie hier mehr Kompetenz besitzt. Aber nun warte ich ersteinmal gespannt auf Ihre Rückmeldung und weitere Fotos.

Beste Grüße,
Britta
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Vielen lieben Dank für die schnelle und ausführliche Antwort! Ja das mit dem Druck ist nicht immer so leicht…
Anbei die Bilder. Ich hoffe sie passen so. Bei der Sohlenansicht rechts, ist Schafwolle zu sehen und das rote ist ein Abfärben der Puzzlematten. Diese nutze ich als Einlage. Leider ist sie links so schmerzempfindlich, dass sie den rechten Huf nur kurz aufheben mag/kann.
Liebe Grüße und danke für Ihr Bemühen!!
Dateianhänge
IMG_3025.jpeg
IMG_3025.jpeg
IMG_3026.jpeg
IMG_3026.jpeg
IMG_3028.jpeg
IMG_3028.jpeg
IMG_3032.jpeg
IMG_3032.jpeg
IMG_3034.jpeg
IMG_3034.jpeg
IMG_3033.jpeg
IMG_3033.jpeg
IMG_3036.jpeg
IMG_3036.jpeg
IMG_3039.jpeg
IMG_3039.jpeg
IMG_3041.jpeg
IMG_3041.jpeg
IMG_3043.jpeg
IMG_3043.jpeg
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Seitenansicht links
Dateianhänge
IMG_3024.jpeg
IMG_3024.jpeg
Britta Diedrich
Beiträge: 15
Registriert: 03.08.2020, 21:02

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Britta Diedrich »

Hallo Veronika,

Vielen Dank für die Fotos.
Tatsächlich drängt sich hier die starke Vermutung auf, dass die Bearbeitung der Hufe in der Vergangenheit, die individuelle Besonderheit des Pferdes (Form des Hufbeins/Hutkrempe sowie Ausrichtung der unteren Gliedmaße) kaum Beachtung gefunden hat.

Wie bereits versucht anzudeuten, können viele Faktoren bei einem Reheschub und dessen Aufrechterhaltung eine Rolle spielen. Ob die Hufbearbeitung allein hier der Auslöser war, kann ich nicht beurteilen. Dennoch muss diese dringend fachkundig erfolgen, damit einer der möglichen Faktoren adressiert und ggf. abgestellt werden kann.

Nun werde ich einige Fragen stellen, um ein noch besseres Bild von der Situation zu erhalten.
Bitte beantworten Sie alle, so gut und genau wie möglich.
Außerdem folgen dringende Empfehlungen, um die Situation für das Pferd zu verbessern.
Werden Sie im Zweifelsfall kreativ, um die Empfehlungen umzusetzen.
Auf diese Weise können Sie sich eine Möglichkeit erschaffen, Ihrem Pferd zu helfen und eine Euthanasie hoffentlich abwenden.
Es ist zu hoffen, dass wir Sie und Ihr Pferd damit aus der Situation heraus bringen können, jedoch gibt es wie bei jeder Therapie keine Garantie.
Es wird sich später, nach Beantwortung meiner untenstehenden Fragen, noch meine Kollegin zu Wort melden. Wir haben Ihren Fall schon miteinander besprochen.
  • Haben Sie sich die Videos angeschaut und evtl. noch weiter belesen? Welche Fragen haben Sie? Es ist dringend erforderlich, dass Sie sich nicht nur auf unser Gespräch hier verlassen, sondern auch das Material, mit unserem Wissen nutzen, da wir hier nicht die Möglichkeit haben, alle Erkenntnisse unserer Forschung und Erfahrung erneuert zu wiederholen. Unsere Homepage und das empfohlene Buch liefern wichtige Grundlagen zum Verständis der Rehe.
  • Konnten Sie sich bereits nach einem anderen, von mir empfohlenen Hufbearbeiter umsehen? Dieser kann nicht nur künftig die Hufe fachgerecht bearbeiten sondern auch jetzt mit z.b. einem Polsterverband für Erleichterung sorgen. Außerdem kann er/sie vor Ort unterstützen leisten und im Idealfall von unserem Gespräch hier im Forum aus übernehmen und sie begleiten.
  • Bitte erläutern Sie uns möglichst genau die Krankheitsgeschichte des Pferdes. Wann genau, erfolgte der erste Reheschub? Wie waren die Lebensumstände damals? Was wurde damals gefüttert? Zu welchem Zeitpunkt wurde der Tierarzt eingeschaltet? Wann wurde Blut abgenommen (während des akuten Reheschubs oder danach?) Welche Maßnahmen wurden ergriffen, welche Medikamente verabreicht, um den damaligen Reheschub zu beenden? Wie ging das Leben danach weiter? Gab es andere Ekrankungen? Wurden deswegen weitere Medikamente eingesetzt?Wie ist der Zustand der Zähne? Wann wurden diese das letzte Mal kontrolliert?
  • Wie und wie oft wird das Pferd trainiert, wenn es nicht in der Rehe ist? Wie wurde das Pferd in den letzten 6-8 Wochen vor dem aktuellen Schub bewegt?
  • Was wird dem Pferd in den letzten 3-4 Monaten bis heute gefüttert? Was, wieviel, wie oft am Tag? Wie wird es aktuell gefüttert?
  • Gab es in den Tagen vor dem letzten Reheschub irgendwelche besonderen Vorkommnisse? Stressauslösende Ereignisse wie Feuerwerk, Einbruch in den Stall, Tod eines Artgenossen, neuer Einsteller, neues/anderes Futter, ein besonders langer Ausritt, anderes Training als üblich, usw, usf,…
  • Stellen Sie das Pferd auf weichen Boden. Damit ist eine mind. 20 cm dicke Einstreu mit Holzschnitzeln, Hanfeinstreu, oder mind. Stroh gemeint. Diese dicke, weiche Einstreu ermöglich eine Druckentlastung der Hufe. Der aktuell benutzte Hufschuh ist vermutlich nicht ausreichend - ebenso nicht die ausgelegten Gummimatten.
  • Wird das Pferd von den Artgenossen in Ruhe gelassen oder geärgert und weggeschickt? Kann Ihr Pferd ggf für ein paar Wochen separiert werden? Verträgt es die Isolation von den anderen Pferden?
  • Reduzieren Sie alles Futter, bis wir sicher ausschließen können, dass nicht ein zu zuckerhaltiges Futter einer der möglichen Auslöser ist. Das Heu der letzten Ernten ist fast überall durch die extremen Sommer zu reichhaltig. Wenn sie nicht sicher ausschließen können, dass der Zuckergehalt unter 5% liegt, waschen Sie das Heu aus. Hierzu mehr von meiner Kollegin. Oder füttern Sie Stroh. Lassen Sie alles Kraftfutter und Zusatzfuttermittel weg. Haben Sie dies vielleicht schon nach meiner ersten Nachricht umgesetzt?
  • Haben Sie den Eindruck, dass die Schmerzmittel dem Pferd Linderung verschaffen? Bewegt es sich freiwillig auf dem Paddock? Sie schreiben, dass der rechte Huf nur kurz aufgehoben werden kann, weil es zu schmerzhaft erscheint. Wäre dies ohne Schmerzmittel noch schlimmer oder gar überhaupt möglich oder wäre es gleich?
Wir sind gespannt, was Sie zu berichten haben.
Freundliche Grüße,
Britta
Britta Diedrich
Beiträge: 15
Registriert: 03.08.2020, 21:02

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Britta Diedrich »

Ich habe noch vergessen zu fragen, wie lange die letzte Hufbearbeitung zurückliegt. Ist seit Januar tatsächlich keine Bearbeitung mehr erfolgt?
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Puhh, jetzt habe ich alle Fragen beantwortet und schwups wurde ich rausgeschmissen. Kann ich Ihnen eine Mail schreiben? Das ärgert mich jetzt… war da jetzt sicherlich 1-1,5 Stunden dran gesessen.
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Letzte Hufbearbeitung 10 Januar 24

am
27. Januar war sie nochmal
Da und hat Luwex (zum ersten Mal) rein gemacht. Das hat Hafi eine große Erleichterung gebracht. Aber leider auch nur für kurze Zeit. Sie hat aber am 27. die Hufe nicht bearbeitet. Seitdem keine Bearbeitung mehr.

Heute aktuell, Tierärztin hat Blutergebniss von letzter Woche. Der ACTH Wert liegt im
Normalbereich. Also keine Erhöhung der Tablette.. Tierärztin hat keine Ahnung, was die Ursache sein könnte.


So und nun hoffe ich auf eine Mailadresse, damit ich die Fragen nochmal beantworten kann.

Danke für ihr Wahnsinns Bemühen ❤️
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Ich versuche es nochmal. Huforthopädin kommt am Dienstag. Ich habe mir die Videos angesehen. Für mich ist es schwierig „umzudenken“, da ich gerade das Prinzip der Paralellität Hufbein-Hufwand verinnerlicht habe. Was das schwierigste für mich daran ist, dass ich nicht verstehe, nach was richtet man sich bei einem deformierten Huf? Also nicht die Optik ist mein Problem! Sondern eher, woher sehe ich, was mehr Spannung verursacht und somit gelöst werden muss.. Zehe-Hufwände-Sohle… irgendwie habe ich das Gefühl, jeder hat gute Argumente für seine Vorgehensweise, die für mich auch nachvollziehbar sind. Mir ist auch klar geworden (durch das Video) dass man einen kranken Huf nicht in eine „gesunde Hufform“ geraspelt/geschnitten werden kann. Aber wann sehe ich, dass die deformierte Zehe doch zu lange ist und zu sehr zieht?

Also unsere Leidensgeschichte begann rückblickend mit unserem Umzug. Wir mussten unser beider Zuhause 2017 verlassen. Hafi hatte noch nie einen Stallwechsel. Hafi kam mit der Warmblutstute in einen anderen Offenstall. Dort war es anfänglich ok. Trinken konnten sie leider nur vom Bach, was mir nicht so gefallen hatte. Aber ansonsten war es ok. Hafi hatte psychisch mit dem Umzug zu kämpfen. Er wieherte viel, es schien als würde er warten bis wir wieder heim gehen würden.
Leider entwickelte es sich dort zum Alptraum. Es standen noch zwei Wallache der Besitzerin dort. Selbstversorgerstall. Jedoch fing die Besitzerin des Stalles an, meinen Pferden kein Heu zu geben. Hafi hatte sehr abgenommen und hat einen starken Hautpilzbefall bekommen. Nach längerer Suche habe ich einen anderen Offenstall gefunden. Dort stehen die beiden bis jetzt. Mir war es damals nicht bewusst, dass das zu wenig füttern an den Stoffwechsel gehen könnte..
Im neuen Stall war es dann leider genau das Gegenteil. Der Bauer hat die Pferde, obwohl Selbstversorger, immer zugefüttert. Gras gemäht und reingeschmissen, trotz Koppelgang… da kam dann 2019/2020 der erste Reheschub. Der hielt sehr lange (schleichend) an, da der Bauer einfach nicht aufhören wollte zu füttern. Erst Ende 2021 Anfang 2022 hat er begonnen aufzuhören zu füttern. Aber ganz aufhören tut er bis heute nicht..
Sehr gerne möchte ich den Stall wechseln, jedoch ist das nicht so leicht einen zu finden. Der Bauer hat leider keine Ahnung von Gesundheit. Weser bei sich selbst oder seinen Tieren.
Hafi wurde beim ersten Reheschub mit Flunidol, ASS und Separierung behandelt. Diese Boxenruhe tat ihr gut. Den schmerzhaften Zustand hatten wir dann nach 1-2 Wochen überstanden. Blutegel haben ihr dann auch noch gut geholfen. Aber ohne Hufschuhe ist sie seitdem nicht mehr gegangen, da sie zu fühlig ist. Aber tatsächlich, dass es ihr richtig gut ging, war dann erst ab Sommer 2023. ab da sind wir dann immer spazieren gegangen. Anfangs nur 15 Minuten gesteigert bis 45 Minuten. Sie durfte meinen Sohn (13 kg) dabei tragen. Sie liebt Kinder und hat ihr ganzes Leben mit Kindern verbracht.
Veronika
Beiträge: 9
Registriert: 21.03.2024, 21:19

Re: Einschläfern? Oder noch Möglichkeiten

Beitrag von Veronika »

Blut wurde insgesamt dreimal genommen. Beim ersten Mal und jetzt letzte Woche wurde es kurz nach dem Schub genommen. In der Mitte war es unabhängig von der Rehe, als Kontrolle. Nur der erste ACTH Wert war hoch. Die beiden anderen Male ist er niedrig.
Zähne wurden 2019 gemacht. Zum ersten Mal in Hafis Leben. Warum ich auf die Idee der Zahnkontrolle kam ist, dass Hafi seitdem wir von unserem Zu Hause umgezogen sind (wann genau kann ich nicht sagen), sie mehrmals täglich ihren Kopf senkt, den Mund voller Speichel laufen lässt und wenn der Mund voll ist, den Speichel wieder schluckt. Dies ist (für mich) so auffällig, dass es mir unnormal vorkommt. Jedoch konnte mir da auch kein Tierarzt weiterhelfen, da die Zähne keine Probleme hatten.
Antworten